Selbstentladung
Was ist Selbstentladung?
Selbstentladung ist der schleichende Ladungsverlust einer Batterie ohne angeschlossene Verbraucher - jede Zellchemie verliert von allein Energie, nur unterschiedlich schnell. Moderne LiFePO4-Zellen sind mit rund 2 bis 3 Prozent pro Monat sehr genügsam, alte NiMH-Akkus oder Nickel-Eisen-Akkus verlieren ein Vielfaches.
Warum das beim Solarspeicher kaum stört - und wann doch
Im täglichen Zyklusbetrieb fällt Selbstentladung nicht auf: Der Speicher wird ohnehin ständig ge- und entladen. Relevant wird sie bei Lagerung und Saisonpausen - die mobile Powerstation im Winterquartier oder der Gartenhaus-Speicher verlieren über Monate spürbar Ladung. In Kombination mit komplett leerem Startzustand droht dann die Tiefentladung.
Praxis-Regeln
- Geräte mit 50 bis 60 Prozent Ladung einlagern, kühl und trocken
- Alle 3 bis 6 Monate Ladestand prüfen und ggf. nachladen
- Zum tatsächlichen Verbrauch im Standby kommt beim Heimspeicher die Steuerelektronik dazu - der "Verlust" über Nacht ist meist Standby-Verbrauch, nicht Selbstentladung
Fragen zur Selbstentladung
Wie schnell entlädt sich ein Akku von selbst?
Die Selbstentladung hängt von der Zellchemie ab: LiFePO4 verliert etwa 2 bis 3 Prozent pro Monat, klassische Lithium-Ionen-Zellen ähnlich wenig, NiMH und Blei deutlich mehr. Hinzu kommt bei Systemen mit Elektronik der Standby-Verbrauch.
Warum verliert mein Speicher über Nacht Ladung?
Der nächtliche Verlust eines Heimspeichers ist fast immer Standby-Verbrauch von Steuerung, BMS und Wechselrichter - nicht Selbstentladung der Zellen. Ein paar Dutzend Watt Dauerlast summieren sich über die Nacht sichtbar.