Tiefentladung
Was ist eine Tiefentladung?
Eine Tiefentladung liegt vor, wenn eine Batterie unter ihre zulässige Entladeschlussspannung entladen wird - der Akku wird "leerer als leer". Für Lithium-Zellen ist das der gefährlichste Betriebszustand: Es drohen irreversible Kapazitätsverluste, innere Kurzschlüsse und im Extremfall Sicherheitsrisiken beim Wiederaufladen.
Wie es dazu kommt - und wer es verhindert
Im Alltag schützt das Batteriemanagementsystem: Es beendet die Entladung, lange bevor die Zellen kritisch werden - die angezeigten 0 Prozent sind in Wahrheit eine Schutzreserve. Gefährlich wird es erst bei langer Lagerung: Auch abgeschaltete Batterien verlieren durch Selbstentladung laufend Energie. Steht ein leerer Speicher monatelang unbenutzt, kann er unter die Schutzschwelle rutschen.
So vermeidest du Tiefentladung
- Speicher und Powerstations nie komplett leer einlagern - ideal sind 50 bis 60 Prozent Ladung
- Bei Saisongeräten (Wohnmobil, Gartenhaus) alle paar Monate nachladen
- Warnungen der App ernst nehmen: Meldet das BMS kritische Ladung, zeitnah ans Ladegerät
Fragen zur Tiefentladung
Was passiert bei einer Tiefentladung?
Bei einer Tiefentladung laufen in der Zelle schädliche chemische Prozesse ab - Kupfer aus dem Ableiter löst sich und kann beim Wiederaufladen innere Kurzschlüsse verursachen. Die Folge sind dauerhafter Kapazitätsverlust bis hin zum Totalausfall.
Kann man einen tiefentladenen Akku retten?
Ein tiefentladener Akku lässt sich manchmal mit speziellen Lade-Prozeduren wecken - das gehört aber in Fachhände: Beschädigte Lithium-Zellen können beim normalen Laden gefährlich werden. Beim Heimspeicher gilt: Support des Herstellers kontaktieren, nicht selbst experimentieren.
Schützt der Speicher sich selbst vor Tiefentladung?
Ja, das Batteriemanagementsystem beendet die Entladung an einer Schutzschwelle und legt den Speicher schlafen. Das schützt im Betrieb zuverlässig - nur monatelange Lagerung im leeren Zustand kann die Reserve aufzehren.