Speicherkapazität (Batterie)
Was ist die Speicherkapazität?
Die Speicherkapazität eines Batteriespeichers gibt an, wie viel Energie er aufnehmen und wieder abgeben kann - gemessen in Kilowattstunden (kWh). Sie ist die zentrale Größe beim Speicherkauf: Von ihr hängt ab, wie lange der gespeicherte Solarstrom Abend und Nacht überbrückt.
Brutto, netto, nutzbar: genau hinschauen
Hersteller nennen gern die Brutto-Kapazität der verbauten Zellen. Real verfügbar ist die nutzbare Kapazität: der Bereich, den das Batteriemanagement zwischen seinen Schutzreserven freigibt (oft 90 bis 95 Prozent der Brutto-Angabe). Dazu kommen Wandlungsverluste beim Laden und Entladen - vom Dach bis zur Steckdose kommen je nach System nochmal einige Prozent weniger an. Beim Vergleich zählt: nutzbare kWh und Systemwirkungsgrad.
Wie viel Kapazität brauchst du?
Die Faustregel: rund 1 kWh Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresverbrauch, grob 1:1 zur Anlagenleistung in kWp. Ein 4.000-kWh-Haushalt landet damit bei 4 bis 6 kWh, mit Wärmepumpe oder E-Auto entsprechend mehr. Größer ist nicht automatisch besser: Kapazität, die im Sommer nie gefüllt und im Winter nie geleert wird, kostet nur Geld.
Kapazität schwindet - planmäßig
Jede Batterie altert: Mit den Ladezyklen sinkt die verfügbare Kapazität langsam ab. Hersteller garantieren üblicherweise 70 bis 80 Prozent Restkapazität nach einer definierten Zyklenzahl oder Jahresfrist. Gute Nachricht für LiFePO4-Speicher: Die Degradation verläuft flach - nach der Garantiezeit ist der Speicher nicht am Ende, er kann nur etwas weniger.