Balkonkraftwerk
Was ist ein Balkonkraftwerk?
Ein Balkonkraftwerk (amtlich: Steckersolargerät) ist eine Mini-Photovoltaikanlage, die einfach in die Steckdose eingesteckt wird: ein bis vier Solarmodule, ein Mikrowechselrichter mit maximal 800 Watt Einspeiseleistung, fertig. Der erzeugte Strom fließt direkt ins Wohnungsnetz und senkt den Zählerstand laufender Verbraucher.
So kommt der Strom in die Wohnung
Der Mikrowechselrichter speist über die Steckdose in den Stromkreis der Wohnung ein. Laufen gerade Kühlschrank, Router und Standby-Geräte, verbrauchen sie zuerst den Balkonstrom - nur was darüber hinausgeht, kommt vom Versorger. Überschuss, den niemand verbraucht, fließt unvergütet ins Netz - es sei denn, ein Balkonkraftwerk-Speicher fängt ihn ab und hebt ihn für den Abend auf.
Regeln in Kürze
Erlaubt sind 800 Watt Wechselrichterleistung, die Modulleistung darf darüber liegen (bis 2.000 Wp). Die Anmeldung läuft nur noch über das Marktstammdatenregister und dauert wenige Minuten; Mieter haben grundsätzlich Anspruch auf Zustimmung des Vermieters. Ein moderner Zähler ist Pflicht, wird aber vom Messstellenbetreiber getauscht - übergangsweise darf der alte weiterlaufen.
Wann lohnt sich der Speicher dazu?
Ohne Speicher nutzt ein Haushalt typisch nur einen Teil des Balkonstroms selbst - der Mittagsüberschuss verpufft. Ein Speicher mit 1 bis 3 kWh verschiebt ihn in den Abend und hebt die Eigennutzung Richtung 80 bis 100 Prozent. Bei Speicherpreisen unter 2.000 Euro für 5-kWh-Systeme ist die Kombination inzwischen der Standard-Kauf.