Nulleinspeisung

Was ist Nulleinspeisung?

Nulleinspeisung bedeutet, dass eine Photovoltaikanlage keinen Strom ins öffentliche Netz einspeist: Ein Energiemanagement drosselt den Wechselrichter laufend so, dass die Erzeugung nie über dem aktuellen Eigenverbrauch liegt. Am Netzanschlusspunkt fließt dadurch rechnerisch null Watt Richtung Netz.

Wie funktioniert Nulleinspeisung?

Ein Messgerät am Hausanschluss (Smart Meter oder Energiezähler mit Kommunikationsanbindung) misst sekündlich, wie viel Strom der Haushalt gerade verbraucht. Diese Information geht an den Wechselrichter, der seine Ausgangsleistung dynamisch anpasst: Verbraucht der Haushalt 800 Watt, liefert die Anlage maximal 800 Watt. Mit einem Speicher wird der Überschuss zuerst in die Batterie geladen - erst wenn sie voll ist, wird gedrosselt.

Warum entscheiden sich Betreiber für Nulleinspeisung?

Nulleinspeisung und Speicher: das perfekte Paar

Ohne Speicher verschenkt eine Nulleinspeisungs-Anlage jeden Überschuss, der über den Momentanverbrauch hinausgeht - die Module werden einfach abgeregelt. Ein Batteriespeicher fängt diesen Überschuss auf und verschiebt ihn in den Abend. Deshalb sind moderne Balkonkraftwerk-Speicher und Heimspeicher-Systeme mit Nulleinspeisungs-Funktion besonders beliebt: Sie kombinieren beide Bausteine in einem Gerät.

Fragen zur Nulleinspeisung


Ist Nulleinspeisung erlaubt?

Ja, Nulleinspeisung ist in Deutschland zulässig. Die Anlage muss trotzdem beim Marktstammdatenregister angemeldet werden, und der Netzbetreiber wird über die Betriebsart informiert.

Ist Nulleinspeisung meldepflichtig?

Ja, auch eine Nulleinspeisungs-Anlage ist meldepflichtig: Eine Anlage, die nichts einspeist, ist eine Erzeugungsanlage und muss ins Marktstammdatenregister eingetragen werden. Die Meldung ist online in wenigen Minuten erledigt.

Was passiert mit überschüssigem Strom bei Nulleinspeisung?

Ohne Speicher wird die Anlage abgeregelt, der mögliche Ertrag verfällt. Mit Speicher wird der Überschuss zuerst in die Batterie geladen und erst bei vollem Speicher gedrosselt.

Lohnt sich Nulleinspeisung?

Nulleinspeisung lohnt sich vor allem in Kombination mit einem ausreichend großen Speicher oder bei kleinen Anlagen, deren Überschuss ohnehin gering ist. Bei großen Dachanlagen ohne Speicher verschenkt man dagegen nennenswerte Erträge, dort ist Überschusseinspeisung meist die bessere Wahl.

← Zurück zum Glossar