Solaranlage fürs Wohnmobil & Wohnwagen
Was bringt eine Solaranlage auf dem Wohnmobil?
Eine Solaranlage auf Wohnmobil oder Wohnwagen macht unabhängig vom Landstrom: Fest montierte Module laden die Bordbatterie, die Kühlschrank, Licht, Wasserpumpe und Ladegeräte versorgt. Frei stehen statt Campingplatz-Säule - das ist der Kern des mobilen Off-Grid-Gedankens.
Wie viel Watt brauchst du?
| Nutzung | Modul-Leistung | Batterie (LiFePO4) |
|---|---|---|
| Wochenend-Camper (Licht, Handys, Pumpe) | 100-150 Wp | 50-100 Ah |
| Standard (+ Kompressor-Kühlschrank) | 200-300 Wp | 100-150 Ah |
| Dauercamper/Vanlife (+ Laptop, Wechselrichter) | 300-500 Wp | 200-300 Ah |
Faustregel: Der Kompressor-Kühlschrank ist der größte Dauerverbraucher (400 bis 600 Wh am Tag) - wer ihn dabei hat, startet bei 200 Wp. Zur Einordnung: Eine 100-Ah-Batterie (12 V) speichert rund 1,2 kWh und trägt einen sparsamen Bordhaushalt damit etwa einen Tag ohne Sonne.
Die Technik-Entscheidungen
- Module: Starre Glasmodule sind günstig und langlebig; flexible Module sparen Gewicht und Aufbauhöhe, altern aber schneller - für Dauereinsatz starr bevorzugen
- Laderegler: MPPT statt PWM - gerade bei Teilverschattung und kühlem Wetter deutlich mehr Ertrag (bewährt: Victron SmartSolar)
- Batterie: LiFePO4 hat Blei im Wohnmobil abgelöst: halbes Gewicht, dreifache nutzbare Kapazität, 3.000+ Zyklen. Achtung Wintercamping: Laden unter 0 Grad braucht Zellheizung oder Innenmontage
- Ladebooster: lädt die Bordbatterie zusätzlich während der Fahrt - die perfekte Ergänzung für sonnenarme Tage
Was kostet die Wohnmobil-Solaranlage?
Komplettsets mit 200 Wp, MPPT-Regler und Montagematerial gibt es ab rund 300 bis 500 Euro (ohne Batterie); eine 100-Ah-LiFePO4 kommt ab etwa 250 bis 400 Euro dazu. Wer nicht selbst montieren will, rechnet beim Ausbauer mit einigen hundert Euro Einbau. Alternative ohne Festeinbau: eine Powerstation mit Faltmodul.