MPP-Tracker (MPPT)

Was ist ein MPP-Tracker?

Der MPP-Tracker (Maximum Power Point Tracker, kurz MPPT) ist die Elektronik in Wechselrichter oder Laderegler, die Solarmodule permanent in ihrem optimalen Arbeitspunkt betreibt - dem Punkt aus Spannung und Strom, an dem sie die maximale Leistung liefern. Ohne MPPT verschenkt jede PV-Anlage Ertrag.

Warum Module einen Arbeitspunkt haben

Ein Solarmodul liefert je nach abverlangter Spannung unterschiedlich viel Leistung - die Kennlinie hat einen Buckel, dessen Spitze der Maximum Power Point ist. Und dieser Punkt wandert ständig: mit der Einstrahlung, der Modultemperatur, der Verschattung. Der MPP-Tracker tastet die Kennlinie laufend ab und regelt nach - viele Male pro Sekunde.

Warum mehrere Tracker besser sein können

Alle Module an einem Tracker müssen im Gleichschritt arbeiten. Sobald Teilflächen unterschiedlich sind - Ost/West-Dach, Verschattung durch den Schornstein, verschiedene Neigungen - lohnt sich ein Wechselrichter mit zwei oder mehr MPP-Trackern: Jede Teilfläche bekommt ihren eigenen optimalen Arbeitspunkt. Die Extremform sind Mikrowechselrichter mit Tracking pro Modul.

MPPT beim Speicher und Laderegler

Auch beim Solar-Laderegler ist MPPT das Qualitätsmerkmal gegenüber einfachen PWM-Reglern - typisch 10 bis 30 Prozent Mehrertrag. Balkonkraftwerk-Speicher mit direktem Modulanschluss bringen ihre eigenen MPP-Tracker mit; deren Anzahl bestimmt, wie viele Module unabhängig optimiert werden können.

Fragen zum MPP-Tracker


Was macht ein MPP-Tracker?

Ein MPP-Tracker findet und hält den Arbeitspunkt, an dem die angeschlossenen Solarmodule die maximale Leistung liefern - dynamisch nachgeregelt bei jeder Änderung von Sonne, Temperatur und Verschattung.

Wie viele MPP-Tracker brauche ich?

Einen pro unterschiedlich ausgerichteter oder verschatteter Modulgruppe. Ein reines Süddach kommt mit einem Tracker aus, ein Ost-West-Dach fährt mit zweien besser, komplexe Dächer profitieren von Leistungsoptimierern oder Mikrowechselrichtern.

Hat MPPT auch Nachteile?

MPPT hat kaum nennenswerte Nachteile: Die Elektronik kostet minimal Wirkungsgrad und Geld. Der Mehrertrag gegenüber ungeregeltem Betrieb überwiegt in praktisch jeder realen Anlage deutlich.

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