Rundsteuerempfänger
Was ist ein Rundsteuerempfänger?
Ein Rundsteuerempfänger ist ein kleines Empfangsgerät im Zählerschrank, über das der Netzbetreiber Schaltsignale an Anlagen im Haus schickt - klassisch, um PV-Anlagen bei Netzüberlastung zu drosseln oder Nachtspeicherheizungen zu schalten. Die Signale kommen per Tonfrequenz über das Stromnetz oder per Langwellenfunk.
Wozu das Ganze?
Das Stromnetz braucht jederzeit Balance zwischen Erzeugung und Verbrauch. An sonnigen Mittagen kann lokal zu viel PV-Strom im Netz sein - dann reduziert der Netzbetreiber über den Rundsteuerempfänger die Einspeiseleistung angeschlossener Anlagen stufenweise. Ob und ab welcher Anlagengröße ein Empfänger gefordert wird, regelt der jeweilige Netzbetreiber in seinen technischen Anschlussbedingungen - bei kleinen Hausanlagen und Balkonkraftwerken ist er üblicherweise kein Thema.
Auslaufmodell mit Nachfolger
Die Rundsteuertechnik stammt aus einer Zeit ohne Rückkanal: Der Netzbetreiber sendet, weiß aber nicht, was ankommt. Mit dem Rollout intelligenter Messsysteme wird die Steuerung schrittweise auf Smart Meter mit Steuerbox umgestellt - die kann gezielter regeln und meldet zurück. Neuanlagen werden deshalb zunehmend gleich mit moderner Steuertechnik ausgestattet; bestehende Rundsteuerempfänger laufen übergangsweise weiter.
Was Anlagenbetreiber wissen sollten
Der Empfänger wird - wenn gefordert - im Zuge des Netzanschlusses installiert; die Vorgaben und die Kostenregelung kommen vom Netzbetreiber. Für die Anlagenplanung wichtig: Eine mögliche Abregelung spricht zusätzlich für den Speicher, denn abgeregelte Mittagsleistung lässt sich als gespeicherter Eigenverbrauch retten, statt zu verfallen.