AC-gekoppelter Speicher (AC/DC-Kopplung)
Was bedeutet AC-gekoppelter Speicher?
Ein AC-gekoppelter Speicher wird auf der Wechselstromseite des Hausnetzes angeschlossen und bringt seinen eigenen Batteriewechselrichter mit - er funktioniert dadurch mit jeder bestehenden PV-Anlage. Das Gegenstück ist der DC-gekoppelte Speicher, der über einen Hybrid-Wechselrichter direkt im Gleichstromkreis der Module sitzt.
So unterscheiden sich die Konzepte
| AC-gekoppelt | DC-gekoppelt | |
|---|---|---|
| Anschluss | ans Hausnetz (230/400 V) | am Hybrid-Wechselrichter (DC) |
| Ideal für | Nachrüstung bei Bestandsanlagen | Neuanlagen mit Speicher ab Tag eins |
| Wandlungen beim Speichern | DC→AC→DC und zurück (mehr Verluste) | DC→DC (effizienter) |
| Unabhängigkeit | komplett unabhängig von PV-Wechselrichter und Modulen | an das Hybrid-System gebunden |
Wann AC die richtige Wahl ist
Bei der Nachrüstung ist AC-Kopplung fast immer der einfachste Weg: Die bestehende Anlage bleibt unangetastet, der Speicher wird schlicht dazugestellt - das funktioniert sogar bei alten Anlagen mit auslaufender Vergütung. Auch Balkonkraftwerk-Speicher mit Steckdosenanschluss arbeiten AC-gekoppelt. Der Preis dafür sind ein paar Prozent zusätzliche Wandlungsverluste im Speicherbetrieb.
Wann DC gewinnt
Wer neu baut, fährt mit einem Hybrid-Wechselrichter meist besser: ein Gerät statt zwei, weniger Wandlungsverluste, sauber integrierte Notstromfunktionen. Deshalb lautet die Grundregel: Neuanlage → DC (Hybrid), Nachrüstung → AC. Ausnahmen bestätigen die Planung durch den Fachbetrieb - etwa wenn der vorhandene Wechselrichter ohnehin bald getauscht werden muss.