Strom sparen: Sparduschkopf

Was bringt ein wassersparender Duschkopf?

Ein Sparduschkopf ist eine Handbrause, die den Durchfluss von üblichen 12 bis 15 Litern auf etwa 5 bis 9 Liter pro Minute senkt. Feine Düsen und beigemischte Luft sorgen dafür, dass der Strahl trotzdem kräftig bleibt. Weil weniger Wasser erwärmt werden muss, sinken Wasser- und Energiekosten pro Dusche meist um rund die Hälfte.

Der Hebel ist deshalb so wirksam, weil er auf zwei Rechnungen gleichzeitig wirkt: auf die Wasserkosten und auf die Energie, die das Wasser warm macht. Wird das Warmwasser elektrisch erzeugt, landet dieser Anteil direkt auf der Stromrechnung. Duschen ist dabei der größte Einzelposten beim Warmwasserverbrauch im Haushalt.

Wie funktioniert ein Sparduschkopf?

Ein Sparduschkopf arbeitet mit zwei Tricks. Erstens sind die Düsen enger und in geringerer Zahl gebohrt, wodurch pro Minute weniger Wasser austritt. Zweitens saugen viele Modelle über kleine Öffnungen Luft an und mischen sie dem Wasser bei, oft als Luftbeimischung oder mit Herstellernamen wie EcoSmart bezeichnet.

Die Luftblasen machen die Tropfen größer und weicher, ohne dass zusätzliches Wasser fließt. Für das Empfinden unter der Dusche zählt vor allem, wie flächig der Strahl auftrifft, und genau das bleibt erhalten. Ein Teil der Modelle setzt zusätzlich auf einen wechselbaren Durchflussbegrenzer, mit dem sich die Literzahl an die eigene Installation anpassen lässt.

Wie viel Wasser verbraucht ein Sparduschkopf?

Sparsame Modelle kommen mit 5 bis 6 Litern pro Minute aus, als wassersparend gilt eine Brause meist schon unter 9 Litern. Was das je Dusche bedeutet, zeigt die Tabelle. Die Energiewerte gelten für elektrisch erwärmtes Wasser bei rund 38 Grad Mischwassertemperatur und etwa 10 Grad kaltem Zulauf.

Duschkopf Durchfluss Wasser je 6-Minuten-Dusche Energie je Dusche Kosten bei rund 35 ct
Große Regendusche 15 bis 20 l/min 90 bis 120 Liter rund 2,9 bis 3,9 kWh rund 1,00 bis 1,35 Euro
Herkömmliche Brause etwa 12 l/min rund 72 Liter rund 2,3 kWh rund 0,80 Euro
Sparduschkopf, moderat etwa 9 l/min rund 54 Liter rund 1,8 kWh rund 0,60 Euro
Sparduschkopf, sparsam 5 bis 6 l/min 30 bis 36 Liter rund 1,0 bis 1,2 kWh rund 0,35 bis 0,40 Euro

Wer den eigenen Wert wissen will, braucht keine Technik: Einen Eimer mit Literskala genau eine Minute unter die laufende Dusche halten und ablesen. Bei Gas- oder Fernwärmeheizung fällt die Energie nicht auf der Stromrechnung an, die Wassermenge bleibt aber dieselbe. Mit dem Stromkosten-Rechner lässt sich der eigene Fall in einer Minute durchrechnen.

So baust du den Sparduschkopf ein

  1. Alte Brause vom Schlauch abschrauben, meist reicht Handkraft.
  2. Dichtung und Sieb aus dem Schlauchende nehmen und ansehen.
  3. Neue Dichtung einlegen, sie liegt dem Sparduschkopf bei.
  4. Neuen Duschkopf handfest aufschrauben, eine Zange ist nicht nötig.
  5. Wasser aufdrehen und den Übergang auf undichte Stellen prüfen.
  6. Durchfluss messen: Eimer eine Minute füllen und Liter ablesen.

Der Tausch dauert damit keine fünf Minuten und ist auch in der Mietwohnung unproblematisch, weil nichts an der festen Installation verändert wird. Die alte Brause hebst du am besten auf und schraubst sie beim Auszug wieder an.

Worauf es beim Kauf ankommt

Sparduschkopf und Durchlauferhitzer

Ein hydraulischer Durchlauferhitzer schaltet erst ab einer bestimmten Durchflussmenge ein, je nach Gerät bei etwa 8 Litern pro Minute. Wird der Durchfluss zu stark gedrosselt, springt das Gerät nicht sauber an oder die Temperatur schwankt. Elektronisch geregelte Durchlauferhitzer und Warmwasserspeicher haben diese Grenze nicht.

Die passende Wahl ist deshalb ein Modell mit wechselbarem Begrenzer: Damit bleibst du bei etwa 8 bis 9 Litern und sparst gegenüber einer 12- bis 15-Liter-Brause immer noch deutlich. Wer ohnehin über einen Warmwasserspeicher heizt, kann direkt zur sparsamsten Stufe greifen.

Was es wirklich bringt

Je Dusche spart der Wechsel von einer üblichen Brause auf ein sparsames Modell grob eine Kilowattstunde, wenn das Wasser elektrisch erwärmt wird. Übers Jahr summiert sich das je nach Duschgewohnheiten typisch auf 150 bis 400 Kilowattstunden pro Person, dazu kommt die eingesparte Wassermenge. Wer selten oder kurz duscht, landet am unteren Rand, tägliche Langduscher am oberen.

Gemessen an den 10 bis 40 Euro für die Brause ist das einer der günstigsten Hebel im Haushalt, und anders als Verhaltenstipps wirkt er ohne tägliche Disziplin weiter. Was in deinem Haushalt sonst noch dauerhaft zieht, zeigt die Übersicht der Stromfresser im Haushalt, und ein Strommessgerät macht den Verbrauch einzelner Geräte sichtbar.

Fragen zum Sparduschkopf


Ist ein Sparduschkopf sinnvoll?


Ja, ein Sparduschkopf ist in den meisten Haushalten sinnvoll, weil er sofort und dauerhaft wirkt. Der Wechsel kostet einmalig meist 10 bis 40 Euro, senkt den Wasserverbrauch beim Duschen aber oft um die Hälfte und damit auch die Energie fürs Aufheizen. Besonders deutlich fällt der Effekt aus, wenn das Warmwasser elektrisch erzeugt wird.

Wie viel Wasser spart man mit einem Sparduschkopf?


Ein Sparduschkopf spart je nach Ausgangsbrause grob 6 bis 9 Liter pro Minute. Aus 72 Litern für eine sechsminütige Dusche werden mit einem sparsamen Modell rund 36 Liter. Über ein Jahr gerechnet kommen bei täglichem Duschen mehrere zehntausend Liter zusammen, der genaue Wert hängt an Duschdauer und Duschhäufigkeit.

Lohnt sich die Anschaffung von wassersparenden Duschköpfen?


Wassersparende Duschköpfe lohnen sich vor allem dort, wo viel und lange geduscht wird und das Warmwasser über Strom kommt. Die Anschaffung ist gering, der Einbau dauert wenige Minuten und die Ersparnis läuft danach ohne weiteres Zutun weiter. Bei einem hydraulischen Durchlauferhitzer sollte das Modell einen wechselbaren Durchflussbegrenzer mitbringen.

Welches ist der beste wassersparende Duschkopf?


Wassersparende Duschköpfe schneiden dann am besten ab, wenn niedriger Durchfluss und angenehmes Strahlbild zusammenkommen. Als Auswahlkriterien taugen die Literzahl pro Minute, ein wechselbarer Begrenzer und abreibbare Kalknoppen mehr als die Zahl der Strahlarten. Stiftung Warentest hat solche Brausen mehrfach geprüft, gute Modelle finden sich bereits im unteren Preisbereich.

Warmwasser ist der Posten, an dem sich eigener Solarstrom besonders gut festmachen lässt: Ein Heizstab oder eine Brauchwasserwärmepumpe verwandelt Überschuss in warmes Wasser, statt ihn für wenig Geld ins Netz zu schieben. Weil geduscht wird, wenn die Sonne tief steht, verschiebt ein Speicher den Strom in die Randstunden und hebt so den Eigenverbrauch. Schon ein Balkonkraftwerk deckt einen Teil davon ab. Der Sparduschkopf senkt vorher den Bedarf, den die Anlage überhaupt decken muss.

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