Strom sparen: Mit 30 Grad waschen

Spart Waschen mit 30 Grad wirklich Strom?

Waschen mit 30 Grad spart Strom, weil der Großteil der Energie eines Waschgangs ins Aufheizen des Wassers fließt. Statt rund 1,0 bis 1,3 Kilowattstunden bei 60 Grad braucht ein 30-Grad-Programm meist nur 0,3 bis 0,5 Kilowattstunden. Moderne Waschmittel lösen Alltagsschmutz schon in kaltem Wasser zuverlässig.

Welche Wäsche bei welcher Temperatur?

Die Temperatur richtet sich nach Verschmutzung und Material, nicht nach Gewohnheit. Die Werte gelten für eine volle Trommel einer üblichen 7-Kilo-Maschine, gerechnet mit 35 Cent je Kilowattstunde.

Wäsche Temperatur Strom je Gang Kosten
Leicht getragene Hemden, Blusen, T-Shirts 20 Grad etwa 0,3 kWh rund 10 ct
Alltagswäsche, Jeans, Socken, Unterwäsche 30 Grad 0,3 bis 0,5 kWh 10 bis 18 ct
Gemischte Baumwolle im Labelprogramm Eco 40-60 0,5 bis 0,8 kWh 18 bis 28 ct
Handtücher, Bettwäsche, Spüllappen 60 Grad 1,0 bis 1,3 kWh 35 bis 46 ct
Wäsche bei Infekten, ölige Arbeitskleidung 60 Grad 1,0 bis 1,3 kWh 35 bis 46 ct

Wie sich das über ein Jahr summiert, zeigt die Übersicht zum Stromverbrauch der Waschmaschine.

So stellst du deine Waschmaschine um

  1. Standardprogramm dauerhaft auf 30 Grad stellen.
  2. Leicht Getragenes bei 20 Grad oder im Kaltprogramm waschen.
  3. Trommel voll beladen statt zwei halbe Ladungen zu fahren.
  4. Flüssig- oder Colorwaschmittel nutzen, es löst sich auch kalt.
  5. Einmal im Monat 60 Grad fahren, das hält die Maschine geruchsfrei.
  6. Hoch schleudern, dann trocknet die Wäsche danach schneller.

Was bedeutet Eco 40-60 bei der Waschmaschine?

Eco 40-60 ist das Referenzprogramm des EU-Energielabels und wäscht Baumwollwäsche, die mit 40 oder 60 Grad gekennzeichnet ist, in einem Durchgang. Die Maschine heizt dabei oft deutlich niedriger als aufgedruckt und gleicht das über eine längere Laufzeit und mehr Mechanik aus. Genau auf dieses Programm bezieht sich die Angabe auf dem Label, deshalb lohnt beim Neukauf ein Blick auf die Energieeffizienzklassen. Das gleiche Prinzip steckt hinter dem Eco-Modus anderer Geräte und hinter der Spülmaschine im Eco-Programm: mehr Zeit, weniger Hitze, weniger Strom.

Wann 60 Grad trotzdem sinnvoll sind

60 Grad bleiben die richtige Wahl bei Handtüchern, Bettwäsche, Spüllappen und bei Wäsche aus dem Krankheitsfall. Wer ausschließlich kalt wäscht, riskiert außerdem Ablagerungen und Geruch in Trommel und Ablauf. Ein heißer Waschgang im Monat mit Vollwaschmittel hält die Maschine sauber, ohne dass die Stromrechnung spürbar steigt. Alles andere darf bei 30 Grad laufen.

Was es wirklich bringt

Wer sein Standardprogramm von 60 auf 30 Grad umstellt, spart je nach Maschine und Beladung grob die Hälfte bis zwei Drittel des Stroms pro Waschgang. Bei etwa 150 Wäschen im Jahr können daraus typisch 60 bis 120 Kilowattstunden werden, je nach Strompreis also meist ein Betrag im mittleren zweistelligen Eurobereich. Was für deinen Haushalt herauskommt, rechnest du mit dem Stromkosten-Rechner nach. Dazu kommt ein Nebeneffekt ohne Preisschild: Farben und Fasern halten bei niedriger Temperatur länger.

Wäsche mit dem eigenen Sonnenstrom waschen

Noch günstiger wird der Waschgang, wenn der Strom vom eigenen Dach kommt. Die Maschine läuft dann am besten mittags, wenn die Anlage am meisten liefert, wie es der Tipp zu den Großverbrauchern in den Sonnenstunden beschreibt. Wer abends wäscht, braucht dafür einen Stromspeicher, der den Mittagsüberschuss in den Abend trägt und so den Eigenverbrauch hebt. Auch ein Balkonkraftwerk deckt einen Teil des Waschgangs ab. Danach übernimmt am besten die Wäscheleine statt des Trockners, und wer die Maschine an die Warmwasserleitung anschließen kann, spart zusätzlich beim Warmwasser.

Fragen zum Waschen mit 30 Grad


Kann man alles mit 30 Grad waschen?

Normal verschmutzte Alltagswäsche wird bei 30 Grad sauber, dazu zählen T-Shirts, Hemden, Hosen, Socken und Unterwäsche. Handtücher, Bettwäsche, Spüllappen und Wäsche aus dem Krankheitsfall gehören weiterhin in ein 60-Grad-Programm.

Ist 30-Grad-Wäsche hygienisch?

Eine 30-Grad-Wäsche ist für den Alltag hygienisch ausreichend, weil Waschmittel und mechanische Bewegung den Großteil der Keime auswaschen. Vollwaschmittel mit Bleichanteil verstärkt den Effekt. Bei Infekten, Bettwäsche und Handtüchern bleiben 60 Grad die sichere Wahl.

Werden Bakterien bei 30 Grad abgetötet?

Die Wassertemperatur allein tötet bei 30 Grad keine Bakterien ab, dafür wären rund 60 Grad nötig. Ausgewaschen werden die Keime trotzdem, und Vollwaschmittel mit Aktivsauerstoff wirkt zusätzlich keimreduzierend.

Was gehört zu 30 Grad Wäsche?

Zur 30-Grad-Wäsche gehören leicht verschmutzte Alltagstextilien: Oberhemden, Blusen, T-Shirts, Hosen, Tischwäsche sowie empfindliche Stoffe wie Wolle und Seide im Schonprogramm. Ausschlaggebend ist das Pflegeetikett, dessen Zahl die Höchsttemperatur angibt.

Welcher Waschgang ist der sparsamste?

Am sparsamsten läuft das Eco-Programm bei niedriger Temperatur, weil es die geringere Hitze über eine längere Laufzeit ausgleicht. Ein Kurzprogramm verbraucht dagegen mehr, da die Maschine schneller und stärker aufheizt.

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