Strom sparen: Eco-Modus und Energieoptionen aktivieren

Was bringt der Eco-Modus bei Fernseher, PC und Konsole?

Der Eco-Modus ist eine Voreinstellung in Fernsehern, PCs, Konsolen und Haushaltsgeräten, die Helligkeit, Leistung und Bereitschaftszeiten begrenzt. Aktiviert senkt er den Stromverbrauch des Geräts je nach Modell meist um 10 bis 30 Prozent, ohne dass du im Alltag etwas umstellen musst. Eingeschaltet ist er ab Werk aber selten.

Der Grund liegt in der Auslieferung: Fernseher kommen im Präsentationsmodus mit maximaler Helligkeit aus dem Karton, damit sie im Ladenregal auffallen. PCs laufen auf Höchstleistung, Konsolen halten sich rund um die Uhr fürs Schnellstarten bereit. In jedem dieser Geräte steckt eine sparsamere Einstellung, die niemand aktiviert hat, weil sie zwei Menüebenen tief liegt.

Welche Einstellung wie viel bringt

Die Größenordnungen gelten für einen typischen Haushalt mit üblichen Nutzungszeiten. Dein Gerät kann je nach Baujahr, Größe und Ausstattung deutlich abweichen.

Gerät Einstellung Was sie bewirkt grobe Ersparnis pro Jahr
Fernseher Eco- oder Heimmodus statt Präsentationsmodus Helligkeit und Kontrast auf Wohnzimmerniveau 20 bis 50 kWh
Fernseher Helligkeitssensor aktivieren Bild dimmt sich abends automatisch 5 bis 15 kWh
Spielkonsole Energiesparmodus statt Schnellstart Bereitschaftslast fällt von zweistelligem Watt auf unter ein Watt 30 bis 100 kWh
Desktop-PC Energiesparplan und Ruhezustand nach Leerlauf kein stundenlanger Leerlauf mehr 30 bis 80 kWh
Monitor Helligkeit von 100 auf etwa 70 Prozent weniger Leistung fürs Backlight 5 bis 15 kWh
WLAN-Router Nachtabschaltung des Funkmoduls Funk aus, solange niemand ihn braucht 5 bis 12 kWh
Drucker Ruhezustand nach wenigen Minuten kürzere Bereitschaft zwischen den Druckjobs 5 bis 20 kWh

Der größte Einzelposten ist fast immer die Konsole im Schnellstart. Xbox und PlayStation ziehen in diesem Modus dauerhaft Strom, damit sie in Sekunden hochfahren und nachts Updates laden. Der Energiesparmodus kostet dich beim Start ein paar Sekunden mehr. Was dieselbe Dauerlast bei allen anderen Geräten im Haushalt anrichtet, zeigt der Tipp zum konsequenten Abschalten des Standby. Wie viel dein eigener Fernseher tatsächlich zieht, steht in der Übersicht zum Stromverbrauch Fernseher, für Spieler ergänzt um die Werte zum Gaming-PC und zum WLAN-Router.

So aktivierst du die Energieoptionen

Eine halbe Stunde reicht für den ganzen Haushalt. Danach läuft die Einsparung dauerhaft mit, ohne dass du je wieder daran denken musst:

  1. Am Fernseher im Bildmenü vom Präsentations- auf den Eco- oder Heimmodus wechseln.
  2. Helligkeit an den Raum anpassen und den Umgebungslichtsensor einschalten.
  3. Schnellstart am Fernseher deaktivieren, er spart nur Sekunden.
  4. An der Konsole den Energiesparmodus statt der Bereitschaft wählen.
  5. Am PC einen Energiesparplan setzen und den Ruhezustand nach Leerlauf aktivieren.
  6. Monitor dimmen und den Drucker auf kurzen Ruhezustand stellen.
  7. Im Router die Nachtabschaltung des WLAN eintragen, wenn nachts niemand funkt.

Dieselbe Logik greift bei den weißen Geräten: Das Eco-Programm der Spülmaschine tauscht Laufzeit gegen Temperatur und spart darüber Strom. Ob eine Einstellung bei dir wirklich etwas bringt, klärt am schnellsten ein Strommessgerät: einmal vorher, einmal nachher messen.

Was es im Jahr bringt

Zusammengenommen können die Software-Einstellungen grob 50 bis 150 Kilowattstunden im Jahr sparen. Bei rund 35 Cent je Kilowattstunde sind das typischerweise etwa 18 bis 53 Euro, ohne Anschaffung und ohne spürbaren Komfortverlust. Was dieselben Kilowattstunden bei deinem Tarif kosten, rechnet dir der Stromkosten-Rechner aus.

Für Geräte, die trotz Eco-Modus viel ziehen, hilft am Ende nur ein Blick auf die Hardware: Die Energieeffizienzklassen zeigen, wie weit ein aktuelles Modell unter dem alten liegt. Und was nach allen Einstellungen an Verbrauch übrig bleibt, lässt sich selbst erzeugen: Ein Balkonkraftwerk oder eine PV-Anlage mit Speicher deckt genau die Grundlast, die auch im Eco-Modus weiterläuft. Wie du diesen Eigenverbrauch hoch bekommst, zeigt der Tipp, Großverbraucher in die Sonnenstunden zu legen.

Fragen zum Eco-Modus


Was bringt der Eco-Modus?

Der Eco-Modus senkt den Stromverbrauch eines Geräts, indem er Helligkeit, Leistung oder Bereitschaftszeiten begrenzt. Je nach Gerät sind meist 10 bis 30 Prozent weniger drin. Über alle Geräte eines Haushalts summiert sich das oft auf 50 bis 150 Kilowattstunden im Jahr, ohne dass etwas angeschafft werden muss.

Was bedeutet Eco beim Fernseher?

Eco bedeutet beim Fernseher, dass das Gerät Helligkeit und Kontrast reduziert und die Hintergrundbeleuchtung an das Umgebungslicht anpasst. Ab Werk läuft ein Fernseher meist im Präsentationsmodus mit maximaler Helligkeit, weil er so im Laden auffällt. Im Wohnzimmer ist diese Einstellung ohnehin heller als nötig.

Soll der Eco-Modus am Fernseher ein- oder ausgeschaltet sein?

Der Eco-Modus am Fernseher bleibt im Alltag am besten eingeschaltet, weil die reduzierte Helligkeit in einem normal beleuchteten Wohnzimmer kaum auffällt. Für einen Filmabend im abgedunkelten Raum oder für HDR-Inhalte lässt sich jederzeit auf ein Bildprofil mit voller Helligkeit umschalten.

Wann sollte man den Eco-Modus nutzen?

Den Eco-Modus nutzt du überall dort, wo ein Gerät lange läuft oder dauerhaft in Bereitschaft steht: Fernseher, Konsole, PC, Monitor, Router und Drucker. Genau diese Dauerläufer bestimmen die Stromrechnung, während kurz genutzte Geräte wie Wasserkocher oder Föhn kaum ins Gewicht fallen.

Wo finde ich den Energiesparmodus?

Den Energiesparmodus findest du am Fernseher im Bildmenü unter Eco, Energiesparen oder Bildmodus, an der Konsole in den Systemeinstellungen unter Energie sparen und am Windows-PC in den Energieoptionen der Systemsteuerung. Router und Drucker führen die Einstellung meist im Weboberflächen-Menü unter Energie oder Zeitschaltung.

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