Stromverbrauch Staubsauger
Wie viel Strom verbraucht ein Staubsauger?
Ein moderner Staubsauger darf seit der EU-Ökodesign-Regel maximal 900 Watt haben, Altgeräte lagen bei 1.600 bis 2.200 Watt. Bei einer Stunde Saugen pro Woche macht das rund 34 bis 47 Kilowattstunden im Jahr, beim alten Boliden 83 bis 114. In Euro sind das grob 12 bis 16 statt 29 bis 40 Euro.
Verbrauch nach Gerätetyp
| Typ | Leistung | kWh/Jahr (1 h/Woche) | Kosten/Jahr (35 ct) |
|---|---|---|---|
| Moderner Bodenstaubsauger | 650-900 W | 34-47 | 12-16 € |
| Altgerät (vor 2017) | 1.600-2.200 W | 83-114 | 29-40 € |
| Akku-Stielsauger | 100-400 W (Ladeleistung) | 10-25 | 4-9 € |
| Saugroboter | 30-60 W (Ladung) | 15-30 (bei täglicher Fahrt) | 5-11 € |
| Dockingstation im Dauer-Standby | 1-3 W (rund um die Uhr) | 9-26 | 3-9 € |
Die Werte gelten für eine Stunde Saugen pro Woche, bei mehr Fläche entsprechend höher. Deinen eigenen Wert liefert der Stromkosten-Rechner aus Wattzahl und Laufzeit.
Warum moderne Sauger mit weniger Watt mehr schaffen
Die Wattzahl beschreibt die Leistungsaufnahme aus der Steckdose, nicht die Saugkraft am Boden. Seit September 2017 begrenzt die EU-Ökodesign-Verordnung Bodenstaubsauger auf 900 Watt, davor waren 2.000 Watt und mehr üblich. Bessere Motoren, engere Luftwege und wirksamere Düsen fangen die Grenze auf: Aktuelle Geräte nehmen trotz halber Leistungsaufnahme meist mehr Schmutz auf als ein alter 2.000-Watt-Sauger.
Ein Energielabel hilft bei der Auswahl nicht mehr weiter: Das EU-Label für Staubsauger wurde Anfang 2019 nach einem Gerichtsurteil aufgehoben, die Ökodesign-Grenze von 900 Watt gilt aber unverändert. Orientierung geben stattdessen Testberichte zur Staubaufnahme. Wie Label bei anderen Geräten funktionieren, zeigen die Energieeffizienzklassen.
So senkst du den Stromverbrauch beim Staubsaugen
- Beutel und Filter wechseln, bevor die Saugkraft spürbar nachlässt.
- Leistungsstufe an den Boden anpassen: Hartboden braucht deutlich weniger als Hochflorteppich.
- Bodendüse auf den Belag umstellen, statt die Leistung hochzudrehen.
- Vorher aufräumen und in Bahnen saugen, das kürzt die Laufzeit spürbar.
- Akkusauger und Saugroboter tagsüber laden, wenn die Sonne liefert.
- Dockingstation über eine schaltbare Steckdose vom Dauerstrom nehmen.
Wie viel dein Gerät wirklich zieht, verrät ein Strommessgerät in wenigen Minuten. Bei einem Altgerät mit 2.000 Watt kann sich der Austausch gegen ein neues Modell je nach Nutzung rechnen, meist zählt dabei aber die bessere Saugleistung mehr als der Stromposten.
Saugroboter: der Verbrauch läuft nebenbei
Ein Saugroboter zieht pro Fahrt sehr wenig, hängt dafür aber rund um die Uhr an der Ladestation. Je nach Modell nimmt die Station dauerhaft 1 bis 3 Watt auf, über das Jahr also 9 bis 26 Kilowattstunden. Das kann in Summe mehr sein als das eigentliche Saugen, zählt aber als Standby-Verbrauch und lässt sich mit einer schaltbaren Steckdose begrenzen.
Insgesamt bleibt der Posten klein. Staubsauger sind Kurzläufer und stehen selten unter den Stromfressern im Haushalt. Der Wäschetrockner zieht in einem Durchgang oft mehr als eine ganze Stunde Saugen.
Fragen zum Staubsauger-Verbrauch
Wie viel Strom verbraucht ein Staubsauger in einer Stunde?
Warum gibt es keine Staubsauger mehr mit 2000 Watt?
Wie viel Watt hat ein guter Staubsauger?
Ist ein Saugroboter ein Stromfresser?
Welche 3 Geräte sind Stromfresser?
Der günstigste Saugstrom ist der selbst erzeugte. Saugroboter und Akkusauger laden zeitversetzt und lassen sich gut in die Sonnenstunden legen. Schon ein Balkonkraftwerk deckt solche kleinen Verbraucher tagsüber meist ab, mit Speicher auch abends.