Strom sparen: Auf LED umrüsten
Lohnt sich der Tausch auf LED noch?
LED-Lampen brauchen für dieselbe Helligkeit meist 80 bis 90 Prozent weniger Strom als Glühbirnen und rund 75 Prozent weniger als Halogen. Der Tausch zahlt sich deshalb oft auch bei intakten Altlampen aus, denn eine LED hält je nach Qualität 15.000 bis 50.000 Stunden statt der rund 1.000 Stunden einer klassischen Glühbirne.
Wie viel Lumen ersetzen welche Watt-Zahl?
Die Wattzahl der alten Lampe sagt nichts über die Helligkeit einer LED. Entscheidend ist der Lumen-Wert auf der Verpackung. Diese Tabelle zeigt, welche LED die alte Birne ersetzt:
| Alte Glühbirne | Halogen | Helligkeit | LED heute | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| 25 Watt | 18 Watt | rund 220 Lumen | 2 bis 3 Watt | Nachttisch, Deko |
| 40 Watt | 28 Watt | rund 470 Lumen | 4 bis 6 Watt | Flur, Schlafzimmer |
| 60 Watt | 42 Watt | rund 800 Lumen | 7 bis 9 Watt | Wohnzimmer, Esstisch |
| 75 Watt | 53 Watt | rund 1.050 Lumen | 10 bis 12 Watt | Küche, Arbeitsplatz |
| 100 Watt | 70 Watt | rund 1.500 Lumen | 13 bis 16 Watt | Werkstatt, Keller |
Die LED-Werte sind Spannen, weil die Lichtausbeute je nach Modell zwischen etwa 80 und 130 Lumen pro Watt liegt. Genau dieser Wert steht seit dem neuen Label auch auf der Verpackung und bestimmt die Energieeffizienzklasse der Lampe.
So rüstest du auf LED um
- Vieltäufer zuerst tauschen: Wohnzimmer, Küche, Flur und Außenlicht.
- Sockel notieren, meist E27, E14, GU10 oder G9.
- Lumen statt Watt vergleichen, die alte Wattzahl nie übertragen.
- Lichtfarbe nach Raum wählen: 2700 Kelvin zum Wohnen, 4000 Kelvin zum Arbeiten.
- Bei Dimmern ausdrücklich als dimmbar gekennzeichnete LED kaufen.
- Eine Lampe testweise kaufen, dann den Rest im Satz nachziehen.
Halogen-Spots haben fast immer einen LED-Nachrüstling im gleichen Sockel. Bei 12-Volt-Spots hängt am Trafo allerdings eine Hürde, dazu weiter unten mehr.
Woran du eine gute LED erkennst
- Lichtausbeute: 100 Lumen pro Watt und mehr gelten heute als gut.
- Farbwiedergabe: Ra beziehungsweise CRI ab 80, in der Küche gern ab 90.
- Lichtfarbe: einheitlich pro Raum, sonst wirkt die Beleuchtung unruhig.
- Schaltfestigkeit: wichtig in Flur, Bad und Keller, wo das Licht oft an und aus geht.
Was der Tausch im Jahr bringt
Ein Rechenbeispiel für einen Haushalt mit zehn regelmäßig genutzten Altlampen: zehn Lampen mit im Schnitt 45 Watt, je zwei Stunden am Tag, ergeben grob 330 Kilowattstunden im Jahr. Dieselbe Lichtmenge in LED liegt bei etwa 45 Kilowattstunden. Bleiben rund 280 Kilowattstunden Ersparnis, bei 35 Cent je Kilowattstunde also grob 100 Euro im Jahr.
Wie viel bei dir tatsächlich zusammenkommt, hängt vor allem an der Brenndauer. Bei wenig genutzten Lampen fällt der Effekt klein aus, bei Außen- und Dauerlicht deutlich größer. Der Kaufpreis eines Lampensatzes kann sich dank der geringen Anschaffungskosten oft schon im ersten Jahr wieder einspielen, in selten genutzten Räumen dauert es entsprechend länger. Was deine Lampen wirklich ziehen, zeigt ein Strommessgerät am besten direkt, und der Stromkosten-Rechner übersetzt das in Euro.
Beleuchtung ist dabei nur ein Posten. Wer den ganzen Haushalt durchgeht, findet meist noch weitere Stromfresser im Haushalt, allen voran Geräte, die rund um die Uhr im Standby mitlaufen.
Fragen zur LED-Umrüstung
Kann man einfach auf LED umrüsten?
Wie viel Lumen hat eine alte 60 Watt Glühbirne?
Wie viel Lumen braucht man für sehr helles Licht?
Was ist besser, LED mit oder ohne Trafo?
Kann man normale Leuchtstoffröhren durch LED ersetzen?
Einordnung, keine Rechtsberatung. Das Wechseln eines Leuchtmittels ist Alltag, der Umbau einer Leuchte auf LED nicht: Sobald ein Vorschaltgerät überbrückt oder ein Trafo getauscht wird, ist das ein Eingriff in die Elektroinstallation und gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Für Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr.
Der zweite Hebel liegt auf der Erzeugerseite. Wenn Licht, Kühlgeräte und Elektronik zusammen eine dauerhafte Grundlast bilden, deckt ein Balkonkraftwerk genau diesen Sockel oft schon zu großen Teilen ab. Mit einem Speicher wandert der Überschuss vom Mittag in den Abend, wenn das Licht ohnehin brennt, und erhöht den Eigenverbrauch.