Stromverbrauch Gefrierschrank

Wie viel Strom verbraucht ein Gefrierschrank?

Ein moderner Gefrierschrank verbraucht typisch 150 bis 250 kWh Strom im Jahr, sparsame Neugeräte auch weniger. Altgeräte kommen oft auf 300 bis 500 kWh. Weil ein Gefrierschrank rund um die Uhr durchläuft, schlägt jeder Effizienz-Unterschied voll auf die Jahresrechnung durch, anders als bei Geräten mit kurzer Laufzeit wie Backofen oder Föhn.

Verbrauch im Überblick

Entscheidend sind Bauform, Alter und Größe. Die Werte gelten für rund 200 Liter Nutzinhalt bei minus 18 Grad, gerechnet mit 35 Cent pro Kilowattstunde.

Gerät kWh/Jahr Kosten/Jahr (35 ct)
Moderne Gefriertruhe (200 l) 120-200 42-70 €
Moderner Gefrierschrank (200 l) 150-250 53-88 €
Gerät rund 10 Jahre alt 250-350 88-123 €
Altgerät 20 Jahre und älter 350-500 123-175 €

Die Bandbreite innerhalb einer Zeile geht vor allem auf die Energieeffizienzklasse zurück. Zwischen einem Gerät der Klasse A und einem der Klasse E liegt bei gleichem Volumen schnell der doppelte Jahresverbrauch. Zusammen mit dem Kühlschrank stellt die Kältetechnik damit einen der größten Dauerposten im Haushalt.

Wie viel Strom braucht ein Gefrierschrank pro Tag?

Ein Gefrierschrank braucht pro Tag grob 0,4 bis 1,1 kWh, je nach Alter und Größe. Der Tageswert ist der Jahresverbrauch geteilt durch 365, denn das Gerät läuft ohne Pause. Was dein eigenes Modell zieht, rechnest du mit dem Stromkosten-Rechner in wenigen Sekunden nach.

Jahresverbrauch pro Tag pro Monat Kosten/Jahr (35 ct)
150 kWh 0,41 kWh 12,5 kWh rund 53 €
250 kWh 0,68 kWh 20,8 kWh rund 88 €
400 kWh 1,10 kWh 33,3 kWh rund 140 €

Das Typenschild nennt nur den Normwert aus dem Labor. Der reale Verbrauch liegt meist darüber, weil im Alltag warme Ware nachgelegt und die Tür geöffnet wird. Genauen Aufschluss gibt ein Strommessgerät, das du 24 Stunden zwischen Gerät und Steckdose hängst.

So senkst du den Verbrauch in fünf Schritten

  1. Temperatur auf minus 18 Grad stellen, jedes Grad kälter kostet rund 6 Prozent mehr.
  2. Abtauen, sobald die Eisschicht fingerdick ist, sie wirkt wie eine Dämmung.
  3. Gerät gut gefüllt halten, gefrorene Ware puffert die Kälte beim Öffnen.
  4. Kühlen Standort wählen, nicht neben Herd, Heizung oder in die Sonne.
  5. Lüftungsgitter und Rückseite einmal im Jahr entstauben.
  6. Warme Speisen erst abkühlen lassen, dann einfrieren.

Die Feinheiten der Einstellung stehen im Tipp Kühlgeräte richtig einstellen. Zieht ein Altgerät trotz aller Maßnahmen dauerhaft über 350 kWh im Jahr, rechnet sich der Wechsel oft schon nach wenigen Jahren, mehr dazu auf der Tausch-Liste für alte Geräte.

Gefrierschrank mit Solarstrom betreiben

Ein Gefrierschrank gehört zur Grundlast: Er zieht Tag und Nacht Strom, in gleichmäßigen Schüben. Genau diese Dauerabnahme lässt sich gut mit eigenem Solarstrom decken. Tagsüber liefert schon ein Balkonkraftwerk genug für den Kompressor, nachts übernimmt ein Speicher. Weil der Verbrauch planbar und über den Tag verteilt ist, landet ein hoher Anteil der Erzeugung direkt im Eigenverbrauch statt im Netz.

Fragen zum Gefrierschrank-Verbrauch


Wie viel Strom verbraucht ein 20 Jahre alter Gefrierschrank?

Ein 20 Jahre alter Gefrierschrank verbraucht meist 350 bis 500 kWh im Jahr und damit oft doppelt so viel wie ein vergleichbares Neugerät. Das sind grob 123 bis 175 Euro Stromkosten pro Jahr bei 35 Cent je Kilowattstunde. Ein Messgerät zeigt in 24 Stunden, wo dein Gerät wirklich steht.

Wie viel kostet ein Gefrierschrank im Monat?

Ein moderner Gefrierschrank kostet grob 4 bis 7 Euro Strom im Monat, ein Altgerät eher 9 bis 15 Euro, gerechnet mit 35 Cent je Kilowattstunde. Der genaue Betrag hängt an Größe, Effizienzklasse, Standort und Füllgrad.

Ist eine Gefriertruhe ein Stromfresser?

Eine Gefriertruhe zählt nicht zu den Stromfressern, sie ist bei gleichem Volumen meist sogar sparsamer als ein Gefrierschrank. Beim Öffnen fällt die schwere Kaltluft nicht heraus, weil sie im Korpus liegen bleibt. Der Schrank punktet dafür bei Übersicht und Stellfläche.

Soll ich meinen Gefrierschrank auf 3 oder 4 einstellen?

Stufe 3 reicht bei den meisten Gefrierschränken aus, denn sie entspricht ungefähr minus 18 Grad. Höhere Stufen kühlen kälter und kosten je Grad rund 6 Prozent mehr Strom. Ein Thermometer im Innenraum zeigt, ob die gewählte Stufe die minus 18 Grad wirklich trifft.

Was ist der größte Stromfresser im Haushalt?

Den größten Anteil holen meist Dauerläufer und Heizanwendungen: Kühl- und Gefriergeräte, Wäschetrockner, Warmwasserbereitung und viele kleine Standby-Verbraucher zusammen. Welche Geräte bei dir vorne liegen, zeigt die Übersicht Stromfresser im Haushalt finden.

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