Stromverbrauch Föhn
Wie viel Strom verbraucht ein Föhn?
Ein Föhn verbraucht 1.200 bis 2.400 Watt, läuft aber nur wenige Minuten am Stück. Zehn Minuten Föhnen mit einem 2.000-Watt-Gerät ergeben rund 0,33 Kilowattstunden und kosten bei 35 Cent je Kilowattstunde etwa 12 Cent. Die Leistung ist hoch, die tatsächliche Energiemenge pro Anwendung bleibt klein.
Was kostet einmal Föhnen?
Entscheidend ist das Produkt aus Leistung und Zeit. Ein starker Salon-Föhn zieht zwar doppelt so viel wie ein Reisegerät, trocknet dafür aber meist schneller. Die Werte gelten für zehn Minuten Anwendung bei 35 Cent pro Kilowattstunde.
| Gerätetyp | Leistung | Verbrauch (10 Min) | Kosten |
|---|---|---|---|
| Reiseföhn | 1.200 W | 0,20 kWh | 7 ct |
| Standard-Haartrockner | 1.800 W | 0,30 kWh | 11 ct |
| Leistungsstarkes Gerät | 2.200 W | 0,37 kWh | 13 ct |
| Profi- oder Salon-Föhn | 2.400 W | 0,40 kWh | 14 ct |
Pro Anwendung bewegt sich der Föhn also im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Cent-Bereich. Ähnlich verhält sich der Wasserkocher: viel Watt, aber nur kurze Laufzeit.
Was der Föhn im Jahr kostet
Interessant wird es erst in der Jahressumme, denn dort schlägt die Gewohnheit durch. Die Rechnung geht von einem 1.800-Watt-Gerät und 35 Cent pro Kilowattstunde aus.
| Nutzungsprofil | Verbrauch pro Jahr | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|
| 2x pro Woche, je 5 Minuten | ca. 16 kWh | ca. 6 € |
| 4x pro Woche, je 10 Minuten | ca. 62 kWh | ca. 22 € |
| Täglich 10 Minuten | ca. 110 kWh | ca. 38 € |
| Täglich 20 Minuten (lange Haare) | ca. 219 kWh | ca. 77 € |
Wer täglich lange föhnt, liegt damit typisch im Bereich eines modernen Kühlschranks. Gelegenheits-Föhner können das Thema dagegen entspannt abhaken und sich lieber die echten Stromfresser im Haushalt vornehmen, allen voran Wäschetrockner und Warmwasserbereitung.
Warum die Watt-Zahl allein wenig aussagt
Die Wattzahl beschreibt nur, wie viel Strom das Gerät in einem Moment zieht. Für die Stromrechnung zählt die Energiemenge, also Leistung mal Dauer. Ein 2.400-Watt-Föhn, der die Haare in sechs Minuten trocken bekommt, verbraucht weniger als ein schwaches Gerät, das zwölf Minuten braucht. Genau deshalb ist die Föhnzeit der wichtigere Hebel als das Datenblatt. Wie viel dein eigenes Gerät tatsächlich zieht, zeigt ein Strommessgerät in wenigen Minuten, und für die Kostenseite rechnet der Stromkosten-Rechner jede Watt-Zahl direkt in Euro um.
So senkst du den Stromverbrauch beim Föhnen
- Haare vorher kräftig mit dem Handtuch ausdrücken, das halbiert oft die Föhnzeit.
- Mittlere Hitzestufe wählen, denn die höchste Stufe ist meist heißer als nötig.
- Den Föhn beim Kämmen und Sortieren kurz abschalten statt weiterlaufen lassen.
- Stylingdüse aufsetzen, damit der Luftstrom gebündelt statt breit gestreut trocknet.
- Luftfilter regelmäßig von Flusen befreien, ein verstopftes Gerät braucht länger.
- Im Sommer die Haare erst anföhnen und den Rest an der Luft trocknen lassen.
Die Kaltstufe verbraucht deutlich weniger als die Heizstufe, weil dabei fast nur der Ventilator läuft. Zum Fixieren der Frisur am Ende ist das ein sinnvoller Zug, zum kompletten Trocknen dauert es allerdings länger.
Föhnen mit dem eigenen Solarstrom
Der Föhn läuft fast immer morgens und abends, also genau dann, wenn die Sonne noch nicht oder nicht mehr liefert. Ein Stromspeicher verschiebt den Mittagsüberschuss in diese Randzeiten, sodass der Bad-Verbrauch aus der eigenen Erzeugung statt aus dem Netz kommt. Schon ein Balkonkraftwerk mit kleinem Akku deckt solche kurzen Lastspitzen oft ab. Wie sich Erzeugung und Verbrauch sinnvoll zusammenbringen lassen, zeigt der Ratgeber zum PV-Überschuss nutzen.