Strom sparen: Besen statt Staubsauger

Was ist besser, fegen oder saugen?

Das Fegen ersetzt den Staubsauger auf Fliesen und Laminat für die schnelle Runde: Der Besen holt Krümel, Haare und groben Schmutz ganz ohne Strom weg. Der Staubsauger bleibt die gründlichere Wahl bei Feinstaub, Teppich und Polstern, wo lose Partikel tief im Gewebe sitzen.

Wie viel Strom das Fegen spart

Die Rechnung geht von einer Stunde Saugen pro Woche aus, bei 35 Cent je Kilowattstunde. Wer die Hälfte dieser Einsätze auf Hartboden durch den Besen ersetzt, landet bei diesen Werten:

Gerät Leistung Bisher pro Jahr Ersparnis bei halber Saugzeit
Moderner Bodenstaubsauger 650-900 W ca. 34-47 kWh (12-16 €) ca. 6-8 € im Jahr
Altgerät vor 2017 1.600-2.200 W ca. 83-114 kWh (29-40 €) ca. 15-20 € im Jahr
Akku-Stielsauger 100-400 W Ladeleistung ca. 10-25 kWh (4-9 €) ca. 2-5 € im Jahr
Besen und Kehrblech 0 W 0 kWh -

Ehrlich eingeordnet: Der Besen ist ein kleiner Posten, kein großer Hebel. Interessant wird er, weil er nichts kostet, sofort verfügbar ist und bei einem alten Sauger spürbarer ausfällt. Welche Werte dein Gerät genau zieht, steht auf der Seite Stromverbrauch Staubsauger.

So wird Fegen wirklich sauber

  1. Besen mit weichen, langen Borsten wählen, harte Borsten wirbeln Staub auf.
  2. In ruhigen, kurzen Zügen arbeiten statt in schnellen Schwüngen.
  3. Von der Raummitte zur Tür hin kehren, dann liegt alles auf einem Haufen.
  4. Kehrblech flach aufsetzen und den Rest mit einem feuchten Tuch aufnehmen.
  5. Ecken und Fußleisten zuerst, dort sammelt sich der meiste Schmutz.
  6. Bei viel Staub den Besen leicht anfeuchten, das bindet die Partikel.

Der Trick mit dem feuchten Tuch am Ende ist der wichtigste Punkt: Er fängt genau den Feinstaub ab, den der Besen sonst nur verteilt.

Wann der Staubsauger die bessere Wahl bleibt

Auf Teppich, Polstern und Matratzen führt am Sauger nichts vorbei, denn dort sitzt der Schmutz im Gewebe statt lose obenauf. Auch bei Hausstauballergie ist das Gerät mit Filter klar im Vorteil, weil der Besen feine Partikel aufwirbelt statt einzuschließen. Sinnvoll ist deshalb die Arbeitsteilung: Besen für die tägliche Runde auf Fliesen, Laminat und Parkett, Sauger für die gründliche Reinigung und für alles Textile.

Was es wirklich bringt

Ein Haushalt, der die Hälfte der Saugzeit auf Hartboden durch den Besen ersetzt, spart je nach Gerät grob 6 bis 20 Euro Strom im Jahr, bei einmalig etwa 10 bis 15 Euro für einen guten Besen. Der Nebeneffekt zählt oft mehr: Kurz kehren geht schneller als das Gerät zu holen, also wird häufiger sauber gemacht. Deutlich größere Beträge liegen bei den alten Dauerläufern im Haushalt, und welches Gerät bei dir wirklich führt, zeigt das Messen statt Raten.

Fragen zum Fegen statt Saugen


Ersetzt Staubsaugen das Fegen?

Staubsaugen ersetzt das Fegen auf glatten Böden weitgehend, weil der Sauger auch Feinstaub aufnimmt statt ihn aufzuwirbeln. Umgekehrt ersetzt der Besen den Sauger bei grobem Schmutz wie Krümeln, Erde oder Laub problemlos, und zwar ohne jeden Stromverbrauch.

Warum fegen die Leute, anstatt zu Staubsaugen?

Gefegt wird vor allem aus Bequemlichkeit und Tempo: Der Besen steht griffbereit, braucht keine Steckdose und ist bei einem umgekippten Glas Müsli schneller im Einsatz als jedes Gerät. Dazu kommen Rücksicht auf die Nachbarn am Abend und der gesparte Strom.

Kann ich den Boden wischen, ohne vorher zu saugen?

Wischen ohne vorheriges Saugen funktioniert, wenn vorher gefegt wurde. Loser Schmutz muss weg, sonst verteilt der feuchte Wischmopp ihn nur als Schlieren. Auf Fliesen und Laminat reicht dafür die Runde mit dem Besen völlig aus, ein Saugvorgang ist nicht zwingend nötig.

Wie viel Strom verbraucht ein Staubsauger?

Ein moderner Staubsauger darf seit der EU-Ökodesign-Regel höchstens 900 Watt aufnehmen und kommt bei einer Stunde Einsatz pro Woche auf rund 34 bis 47 Kilowattstunden im Jahr. Ältere Geräte mit 1.600 bis 2.200 Watt liegen etwa beim Doppelten bis Dreifachen.

Beim Fegen geht es um Kilowattstunden, die gar nicht erst anfallen. Der zweitgünstigste Strom kommt vom eigenen Dach: Mit einem Balkonkraftwerk oder einer Photovoltaik-Anlage laufen Sauger, Waschmaschine und Co. tagsüber mit eigenem Solarstrom.

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