Stromverbrauch Spülmaschine
Wie viel Strom verbraucht eine Spülmaschine?
Eine Spülmaschine verbraucht pro Spülgang meist 0,5 bis 1,5 Kilowattstunden Strom. Sparsame Geräte der Klasse A liegen im Eco-Programm bei 0,5 bis 0,75 kWh, ältere Maschinen und Intensivprogramme darüber. Bei etwa 220 Spülgängen im Jahr summiert sich das auf grob 120 bis 280 kWh, also je nach Tarif rund 40 bis 100 Euro.
Fast der gesamte Strom geht in das Aufheizen des Wassers. Der Heizstab zieht in der Aufheizphase 1.800 bis 2.400 Watt, während Pumpe und Steuerung nur wenige Watt brauchen. Deshalb entscheidet die Temperatur über den Verbrauch, nicht die Laufzeit.
Verbrauch nach Programm
| Programm | Temperatur | Laufzeit | kWh je Gang | Kosten (35 ct) |
|---|---|---|---|---|
| Eco | 50 °C | 3-4 h | 0,5-0,95 | 18-33 ct |
| Glas/Schonspülen | 40-45 °C | 1,5-2 h | 0,8-1,1 | 28-39 ct |
| Automatik/Normal | 55-65 °C | 1,5-2,5 h | 1,0-1,4 | 35-49 ct |
| Kurz/Schnell | 45-65 °C | 30-60 min | 1,0-1,4 | 35-49 ct |
| Intensiv | 65-70 °C | 2-2,5 h | 1,3-1,7 | 46-60 ct |
Das Eco-Programm gewinnt, obwohl es am längsten läuft: Es heizt weniger hoch und lässt das Geschirr länger einweichen. Das Kurzprogramm dreht die Logik um und ersetzt Zeit durch Temperatur, deshalb ist es trotz halber Laufzeit der teuerste Alltagsgang. Die Programm-Logik und die passenden Einstellungen stehen ausführlich im Tipp Spülmaschine im Eco-Programm.
Was die Effizienzklasse ausmacht
| Gerät | Eco-Gang | 220 Gänge im Jahr | Stromkosten (35 ct) |
|---|---|---|---|
| Neugerät Klasse A | 0,5-0,65 kWh | 110-145 kWh | 39-51 Euro |
| Neugerät Klasse C bis D | 0,75-0,95 kWh | 165-210 kWh | 58-73 Euro |
| Maschine von vor 2015 | 1,0-1,3 kWh | 220-285 kWh | 77-100 Euro |
Zwischen einer alten Maschine und einem sparsamen Neugerät liegen also oft 50 Euro Stromkosten im Jahr, dazu kommt der niedrigere Wasserverbrauch. Den exakten Wert deines Geräts findest du auf dem EU-Label, dort steht der Verbrauch je 100 Spülgänge. Wie die Skala seit 2021 gelesen wird, erklären die Energieeffizienzklassen. Was dein eigenes Modell wirklich zieht, zeigt eine Messung mit dem Strommessgerät zuverlässiger als jedes Datenblatt.
In sechs Schritten weniger Strom beim Spülen
- Maschine voll beladen, aber Teller und Schüsseln nicht stapeln.
- Eco-Programm als Standard einstellen und dabei belassen.
- Geschirr nur abkratzen, nicht unter fließendem Wasser vorspülen.
- Kurz- und Intensivprogramme für den Ausnahmefall reservieren.
- Startzeitvorwahl auf die Mittagsstunden legen, wenn eine PV-Anlage läuft.
- Siebe und Sprüharme regelmäßig reinigen, sonst spült die Maschine nach.
Wie viel dein Haushalt damit spart, rechnet der Stromkosten-Rechner pro Gerät durch. Und falls die Jahresrechnung insgesamt zu hoch aussieht, lohnt der Blick auf die größten Stromfresser im Haushalt, denn die Spülmaschine steht dort selten ganz oben.
Spülmaschine mit Solarstrom betreiben
Die Spülmaschine ist der ideale Verbraucher für eine PV-Anlage: Sie läuft planbar, dauert ein bis vier Stunden und lässt sich per Startzeitvorwahl genau in die Mittagsspitze legen. Statt Strom für 30 bis 40 Cent zu kaufen, deckst du den Gang dann mit eigenem Solarstrom und hebst deinen Eigenverbrauch an. Wie du weitere Großverbraucher so verschiebst, steht unter Großverbraucher in die Sonnenstunden legen.
Wer abends spült oder im Winter kaum Mittagsüberschuss hat, braucht dafür einen Speicher: Der Stromspeicher parkt den Mittagsüberschuss und gibt ihn frei, wenn die Maschine tatsächlich startet. Zusammen mit Waschmaschine und Trockner kommen so schnell 400 bis 700 kWh im Jahr zusammen, die aus dem eigenen Dach statt aus dem Netz stammen können.