Heizkosten sparen

Wie kann man am meisten Heizkosten sparen?

Heizkosten sparen gelingt am wirksamsten über eine Kombination aus richtiger Raumtemperatur, regelmäßigem Stoßlüften, entlüfteten Heizkörpern und einem hydraulischen Abgleich. Schon ein Grad weniger Raumtemperatur senkt den Energieverbrauch spürbar, moderne Thermostate und eine bessere Dämmung verstärken den Effekt zusätzlich, ohne dass Komfort oder Wohnqualität merklich leiden.

Wie viel Heizkosten pro Monat sind normal?

Wie hoch die monatlichen Heizkosten ausfallen, hängt stark von Wohnfläche, Energieträger, Baujahr und Dämmstandard ab. Die folgende Tabelle zeigt grobe Richtwerte für gut sanierte Bestandsgebäude - in Altbauten mit schlechter Dämmung können die Werte deutlich höher liegen.

Wohnfläche Gas (grob) Wärmepumpe (grob) Fernwärme (grob)
60 m² ca. 60-100 € ca. 40-70 € ca. 70-110 €
100 m² ca. 100-160 € ca. 60-110 € ca. 110-170 €
150 m² ca. 150-230 € ca. 90-160 € ca. 160-240 €

Auf welcher Stufe ist die Heizung am sparsamsten?

Am sparsamsten arbeitet die Heizung meist auf der Thermostatstufe, die gerade noch die gewünschte Raumtemperatur erreicht - ein höherer Wert heizt nicht schneller, sondern nur teurer. In vielen Wohnräumen gilt Stufe 3 (ca. 20 Grad) als guter Kompromiss aus Komfort und Verbrauch, in selten genutzten Räumen reicht oft Stufe 2. Wer diese Einstellung nicht täglich von Hand nachziehen will, findet im Tipp Heizung smart führen die passenden Zeitprogramme und Thermostat-Typen.

Thermostatstufe Ca. Raumtemperatur
* ca. 6 °C (Frostschutz)
1 ca. 12 °C
2 ca. 16 °C
3 ca. 20 °C
4 ca. 24 °C
5 ca. 28 °C

Was ist die günstigste Art zu heizen?

Welche Heizart im Betrieb am günstigsten ausfällt, hängt vom aktuellen Strom- und Gaspreis sowie von der Effizienz der Anlage ab - pauschale Aussagen sind daher mit Vorsicht zu genießen. Eine effizient betriebene Wärmepumpe gilt aktuell oft als vergleichsweise günstige Option, da sie aus einer Einheit Strom mehrere Einheiten Wärme erzeugt, während reine Stromdirektheizungen meist am teuersten wirtschaften.

Heizart Typische Betriebskosten-Einordnung
Wärmepumpe meist eher günstig, stark von der Effizienz abhängig
Fernwärme je nach Anbieter unterschiedlich, oft mittleres Niveau
Gasheizung meist mittleres Niveau, abhängig vom Gaspreis
Pelletheizung oft moderat, schwankt mit dem Holzpreis
Stromdirektheizung meist eher teuer im Dauerbetrieb

Wie lässt sich Heizkosten sparen Schritt für Schritt umsetzen?

Die größten Effekte lassen sich meist ohne größere Investition erzielen:

  1. Raumtemperatur um ein bis zwei Grad senken
  2. Heizkörper regelmäßig entlüften
  3. Kurz und kräftig stoßlüften statt Fenster kippen
  4. Möbel und Vorhänge nicht vor Heizkörper stellen
  5. Hydraulischen Abgleich vom Fachbetrieb durchführen lassen
  6. Programmierbare oder smarte Thermostatventile einsetzen
  7. Nachts und bei Abwesenheit die Temperatur automatisch absenken
  8. Fenster und Türen auf Zugluft prüfen und abdichten

Heizen mit eigenem Solarstrom kombinieren

Wer eine PV-Anlage besitzt, kann Heizkosten zusätzlich senken, indem überschüssiger Solarstrom gezielt für die Wärmeerzeugung genutzt wird statt ins Netz zu fließen. Eine Wärmepumpe lässt sich bei ausreichend PV-Ertrag bevorzugt in den Sonnenstunden betreiben, ein PV-Heizstab wandelt überschüssigen Strom direkt im Pufferspeicher in Warmwasser um. Wie sich Großverbraucher generell in die Sonnenstunden legen lassen, zeigt der Tipp PV-Überschuss nutzen.

Fragen zum Heizkosten sparen


Wie viel Heizkosten pro Monat sind normal?

Normale monatliche Heizkosten liegen für eine gut sanierte 100-Quadratmeter-Wohnung grob zwischen 60 und 170 Euro, abhängig vom Energieträger. In unsanierten Altbauten oder bei ineffizienten Anlagen können die Werte deutlich höher ausfallen.

Auf welcher Stufe ist die Heizung am sparsamsten?

Die Heizung arbeitet meist am sparsamsten auf der niedrigsten Thermostatstufe, die noch die gewünschte Raumtemperatur erreicht - für viele Wohnräume ist das Stufe 3 mit rund 20 Grad. Eine höhere Stufe erwärmt den Raum nicht schneller, sondern verursacht nur höhere Kosten.

Was ist die günstigste Art zu heizen?

Eine gut betriebene Wärmepumpe gilt aktuell häufig als vergleichsweise günstige Heizart, die tatsächlichen Kosten hängen aber stark von Strompreis und Anlageneffizienz ab. Stromdirektheizungen schneiden im Dauerbetrieb meist am teuersten ab.

Wie viel Heizkosten spart ein Grad weniger Raumtemperatur?

Ein Grad weniger Raumtemperatur kann den Heizenergieverbrauch nach gängigen Faustregeln um rund sechs Prozent senken. Der genaue Effekt hängt von Gebäude, Dämmung und Heizsystem ab und lässt sich pauschal nur als grobe Orientierung verstehen.

Wer Heizkosten dauerhaft senken will, profitiert oft zusätzlich von einer eigenen Stromerzeugung: Ein Balkonkraftwerk oder eine größere PV-Anlage mit Speicher liefert den Strom für Wärmepumpe oder Heizstab direkt vom eigenen Dach.

← Zurück zur Energiesparen-Übersicht