Stromausfall: was tun? Die Checkliste

Was tun bei einem Stromausfall?

Bei einem Stromausfall gilt zuerst: Ruhe bewahren und die Ursache eingrenzen. Ist nur die eigene Sicherung gefallen oder ist die ganze Straße dunkel? Danach folgen Licht organisieren, Kühlgeräte geschlossen halten, empfindliche Elektronik vom Netz nehmen und den zuständigen Netzbetreiber informieren.

Die ersten fünf Schritte

  1. Ursache eingrenzen: Sicherungskasten prüfen - liegt es an einer ausgelösten Sicherung, ist das Problem in Minuten gelöst
  2. Umfeld checken: Nachbarn oder Straßenbeleuchtung anschauen. Ist es großflächig, liegt es am Netz
  3. Netzbetreiber anrufen: die Störungsnummer steht auf der Stromrechnung - zuständig ist der Netzbetreiber, nicht der Stromanbieter
  4. Licht sichern: Taschenlampe oder Campinglampe statt Kerzen (Brandgefahr)
  5. Geräte schützen: Elektronik, Herd und Bügeleisen ausschalten - beim Wiedereinschalten drohen sonst Spannungsspitzen und Überlast

Was in den ersten Stunden wichtig ist

Bereich Was zu tun ist
Kühlschrank und Gefriertruhe geschlossen halten - gefrorene Ware hält so oft einen Tag oder länger
Heizung fällt meist mit aus (Steuerung braucht Strom); Räume zusammenlegen, Türen schließen
Wasser in Hochhäusern kann die Druckpumpe ausfallen - Vorrat hilft
Kommunikation Handy sparsam nutzen, Powerbank bereithalten, Radio mit Batterie für Informationen
Zahlungsfähigkeit Kartenzahlung funktioniert nicht - etwas Bargeld im Haus haben

In einer Stunde vorbereitet

Die Grundausstattung ist schnell besorgt: Taschenlampen mit Ersatzbatterien, batteriebetriebenes Radio, Powerbank für Handys, Vorrat an haltbaren Lebensmitteln und Wasser für einige Tage, etwas Bargeld sowie eine Campingkocher-Lösung. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz empfiehlt in seinen Ratgebern einen Vorrat für rund zehn Tage - der lässt sich schrittweise aufbauen.

Vom Überbrücken zur echten Versorgung

Wer mehr will als Kerzenlicht, hat drei Ausbaustufen: Eine Powerstation hält Router, Licht und Kühlschrank am Laufen und ist sofort einsatzbereit. Ein Batteriespeicher mit Ersatzstromfunktion übernimmt automatisch die Hausversorgung und lädt per Solaranlage jeden Tag nach - damit wird aus dem Ausfall ein kaum spürbares Ereignis. Für sehr lange Ausfälle ergänzt ein Notstromaggregat die Reserve. Welche Lösung zu welchem Haushalt passt, zeigt der Notstrom-Ratgeber.

Fragen zum Stromausfall


Wen rufe ich bei einem Stromausfall an?

Zuständig ist der örtliche Netzbetreiber, nicht der Stromanbieter - die Störungsnummer steht auf der Stromrechnung und auf dessen Website. Bei Gefahr für Menschen gilt weiterhin der Notruf 112.

Welche Geräte sollte man bei Stromausfall ausschalten?

Ausschalten sollte man Elektronik wie Fernseher, PC und Router sowie Herd, Bügeleisen und Heizlüfter. So vermeidet man Spannungsspitzen und eine plötzliche Überlast, wenn der Strom zurückkommt - ein Licht als Anzeige darf anbleiben.

Wie lange hält der Kühlschrank ohne Strom?

Ein geschlossener Kühlschrank hält die Temperatur meist einige Stunden, eine volle Gefriertruhe oft einen Tag oder länger. Entscheidend ist, die Tür geschlossen zu lassen - jedes Öffnen kostet spürbar Kälte.

Was braucht man zu Hause bei einem Blackout?

Für einen längeren Ausfall gehören Taschenlampen, Batterie-Radio, Powerbank, Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, Bargeld und eine Kochmöglichkeit zur Grundausstattung. Wer es komfortabler möchte, ergänzt eine Powerstation oder einen Speicher mit Ersatzstromfunktion.

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