Aufständerung

Was ist eine Aufständerung?

Die Aufständerung bezeichnet ein Montagesystem, das Solarmodule in einem festen oder verstellbaren Winkel zur Dachfläche oder zum Untergrund aufrichtet. Sie kommt vor allem auf Flachdächern, Freiflächen und Balkonen zum Einsatz, wo Module ohne Neigung kaum Ertrag liefern würden. Der Winkel richtet sich nach Standort und Nutzung.

Welche Arten der Aufständerung gibt es?

Je nach Untergrund und Einsatzort unterscheiden sich die Systeme deutlich:

Wie viel Grad Aufständerung ist beim Flachdach optimal?

Der ideale Winkel hängt vom Standort und vom Ziel ab - maximaler Jahresertrag oder gleichmäßige Ausbeute über die Jahreszeiten. Als grobe Orientierung:

Ausrichtung Typischer Neigungswinkel Eignung
Süd ca. 30-35 Grad höchster Jahresertrag
Ost-West ca. 10-15 Grad mehr Fläche nutzbar, flacherer Tagesverlauf
Flachdach, windexponiert ca. 10-20 Grad geringere Windlast, weniger Verschattung zwischen Reihen

Diese Werte sind Richtwerte und ersetzen keine Ertragsberechnung für die konkrete Dachfläche.

Aufständerung oder Aufdachmontage - was passt besser?

Die Aufdachmontage befestigt Module flach auf einem bereits geneigten Schrägdach und nutzt dessen vorhandenen Winkel. Die Aufständerung schafft dagegen einen eigenen Winkel - notwendig bei Flachdächern, Freiflächen oder Fassaden. Wer stattdessen eine Dacheindeckung sucht, bei der die Module selbst die Dachhaut ersetzen, findet das Prinzip unter Indach-Photovoltaik erklärt.

Worauf sollte man bei der Aufständerung noch achten?

Eine steilere Aufständerung erhöht bei bifazialen Modulen den Ertrag zusätzlich, weil mehr reflektiertes Licht die Rückseite erreicht. Bei Solarmodulen auf einem Solarcarport übernimmt die Aufständerung zugleich die Dachkonstruktion und muss entsprechend stabiler ausgelegt sein.

Einordnung statt Rechtsberatung: Ob für eine Aufständerung eine Baugenehmigung nötig ist, regeln die Landesbauordnungen unterschiedlich und hängen von Höhe, Statik und Standort ab. Eine verbindliche Einschätzung liefert nur die zuständige Bauaufsichtsbehörde oder ein Statiker vor Ort.

Fragen zur Aufständerung


Was sind die Vorteile einer einseitigen Aufständerung?

Eine einseitige Aufständerung richtet alle Module in dieselbe Himmelsrichtung aus, meist nach Süden, und liefert dadurch an sonnigen Tagen die höchste Spitzenleistung. Sie eignet sich gut, wenn die Fläche nach einer Seite frei ist und der Mittagsertrag im Vordergrund steht.

In welchem Winkel sollten Solarmodule stehen?

Solarmodule erreichen in Deutschland meist zwischen 30 und 35 Grad Neigung den höchsten Jahresertrag, wenn sie nach Süden ausgerichtet sind. Bei Ost-West-Aufständerung oder windexponierten Flachdächern sind flachere Winkel um 10 bis 15 Grad üblich.

Wird eine Aufständerung geschraubt oder nur beschwert?

Eine Aufständerung auf dem Flachdach wird häufig nur mit Ballast beschwert, um die Dachhaut nicht zu durchdringen. Auf Freiflächen oder bei hoher Windlast kommt dagegen meist eine Verankerung im Boden oder eine Verschraubung zum Einsatz.

Braucht eine Aufständerung eine Baugenehmigung?

Ob eine Aufständerung genehmigungspflichtig ist, hängt von der jeweiligen Landesbauordnung, der Höhe und dem Standort ab. Eine verlässliche Auskunft dazu gibt nur die zuständige Bauaufsichtsbehörde vor Ort.

Wer die passende Neigung für die eigene Anlage gefunden hat, sollte auch an die Speicherung des erzeugten Stroms denken: Ein Stromspeicher macht den Solarertrag auch abends nutzbar. Weitere Fachbegriffe rund um Photovoltaik und Speicher gibt es im Solarspeicher-Glossar.