Dunkelflaute
Was ist eine Dunkelflaute?
Als Dunkelflaute bezeichnet man eine Wetterlage, in der gleichzeitig kaum Wind weht und kaum Sonne scheint - meist im Winterhalbjahr bei Hochnebel und Windstille. Wind- und Solaranlagen liefern dann über Stunden oder sogar mehrere Tage hinweg nur einen kleinen Bruchteil ihrer möglichen Leistung.
Wie oft kommt eine Dunkelflaute vor?
Ausgeprägte, mehrtägige Dunkelflauten treten in Mitteleuropa typischerweise einige Male pro Winter auf, meist zwischen November und Februar. Kürzere Phasen mit schwacher Einspeisung sind deutlich häufiger. Wichtig zur Einordnung: Die Versorgung bricht dabei nicht zusammen - konventionelle Kraftwerke, Importe, Speicher und flexible Verbraucher gleichen die Lücke aus. Sichtbar wird sie vor allem an den Strompreisen, die in solchen Stunden deutlich steigen.
Was die Dunkelflaute für den Strompreis bedeutet
| Wetterlage | Erneuerbare Einspeisung | Börsenstrompreis |
|---|---|---|
| Sonnig und windig | sehr hoch | niedrig, zeitweise negativ |
| Normaler Tag | mittel | durchschnittlich |
| Dunkelflaute | gering | deutlich erhöht |
Genau diese Schwankung macht dynamische Stromtarife spannend: Wer seinen Verbrauch in die günstigen Stunden verschiebt und einen Speicher füllt, wenn Strom billig ist, kommt entspannt durch teure Phasen.
So wappnen sich Haushalte
- Speicher clever laden: Ein Batteriespeicher kann vor angekündigten Dunkelflauten günstigen Netzstrom aufnehmen und in der teuren Phase entladen
- Verbrauch verschieben: Waschmaschine, Trockner und Wallbox in Stunden mit viel Wind legen
- PV großzügig planen: Wer das Dach voll belegt, erntet auch an trüben Tagen noch nennenswert Strom
- Notstrom bedenken: Für den seltenen Fall eines Ausfalls hilft ein Speicher mit Ersatzstromfunktion