Notstrom & Ersatzstrom
Was ist Notstrom beim Stromspeicher?
Notstrom bedeutet: Bei einem Stromausfall versorgt der Batteriespeicher ausgewählte Verbraucher weiter - klassisch über eine spezielle Notstromsteckdose am Gerät. Die große Schwester ist der Ersatzstrom: Dabei trennt sich das Haus automatisisch vom Netz und der Speicher versorgt die komplette Installation weiter, oft binnen Sekunden.
Notstrom, Ersatzstrom, USV: die Stufen
| Stufe | Was passiert beim Blackout | Typisch für |
|---|---|---|
| Keine Funktion | Anlage schaltet ab - auch mit vollem Speicher! | einfache Speicher, Balkonkraftwerk-Systeme ohne Notstromsteckdose |
| Notstrom | einzelne Steckdose am Speicher liefert weiter | viele Heimspeicher, Powerstations |
| Ersatzstrom | automatische Umschaltung, ganzes Haus läuft weiter | hochwertige Hybrid-Systeme mit Umschalteinrichtung |
| USV-fähig | unterbrechungsfreie Umschaltung in Millisekunden | Systeme für empfindliche Technik |
Der wichtigste Irrtum: Eine normale PV-Anlage mit Speicher hilft beim Stromausfall nicht automatisch - ohne Notstrom- oder Ersatzstromfunktion schaltet der Wechselrichter aus Sicherheitsgründen ab. Wer Blackout-Vorsorge will, muss die Funktion explizit mitkaufen, inklusive der nötigen Umschalttechnik im Zählerschrank.
Wie lange reicht der Speicher im Ernstfall?
Ein 10-kWh-Speicher hält die Grundversorgung (Kühlschrank, Licht, Router, Heizungssteuerung - zusammen grob 300 bis 500 Watt) rechnerisch 20 bis 30 Stunden. Läuft tagsüber die PV-Anlage im Ersatzstrombetrieb weiter (schwarzstartfähige Systeme), verlängert sich das im Sommer praktisch unbegrenzt. Der Vergleich zum klassischen Notstromaggregat: Der Speicher startet lautlos und automatisch, das Aggregat liefert dafür unabhängig vom Ladestand - für lange Ausfälle kombinieren manche beides.