Bidirektionales Laden (V2H/V2G)

Was ist bidirektionales Laden?

Bidirektionales Laden bedeutet, dass ein Elektroauto Strom nicht nur aufnehmen, sondern auch wieder abgeben kann - ins Haus (Vehicle to Home, V2H) oder ins Netz (Vehicle to Grid, V2G). Die Autobatterie wird damit zum größten Stromspeicher im Haushalt: Ein E-Auto trägt typischerweise 40 bis 100 kWh spazieren, ein Vielfaches eines Heimspeichers.

V2H, V2G, V2L: die Varianten

Wo die Technik heute steht

Die Hardware-Seite kommt in Fahrt: Immer mehr Fahrzeuge und Wallboxen unterstützen bidirektionales Laden, erste Anbieter haben V2H-Pakete am Markt. Bremsend wirken noch die Rahmenbedingungen - Messkonzepte, Vergütungsfragen und die Abstimmung zwischen Autoherstellern, Wallbox-Anbietern und Netzbetreibern sind im Fluss. Wer heute plant, sollte Wallbox und Energiemanagement gezielt auf V2H-Fähigkeit prüfen, statt sie vorauszusetzen.

Ersetzt das E-Auto den Heimspeicher?

Teilweise. Das Auto ist tagsüber oft unterwegs - genau dann, wenn die PV-Anlage lädt. Der stationäre Speicher fängt den Mittagsüberschuss zuverlässig, das Auto ergänzt mit seiner großen Kapazität für Abend, Wochenende und Notstrom. Die Kombination aus kleinerem Heimspeicher plus bidirektionalem Auto gilt vielen Planern als das Zielbild.

Fragen zum bidirektionalen Laden


Welche Autos sind für bidirektionales Laden geeignet?

Für bidirektionales Laden geeignet sind zunehmend mehr Modelle - verbreitet ist V2L bei vielen aktuellen E-Autos, echtes V2H/V2G unterstützen bislang vor allem einzelne Hersteller und Modellreihen. Maßgeblich ist die Kombination aus Fahrzeug, Wallbox und Energiemanagement - vor dem Kauf die Kompatibilitätslisten der Anbieter prüfen.

Ist bidirektionales Laden in Deutschland erlaubt?

Bidirektionales Laden ist erlaubt - die praktischen Hürden liegen in Messkonzept, Anmeldung und Vergütung, die je nach Konstellation unterschiedlich geregelt sind. Anbieter von V2H-Komplettpaketen übernehmen diese Klärung üblicherweise mit.

Welche Nachteile hat bidirektionales Laden?

Bidirektionales Laden erfordert spezielle (teurere) Wallboxen, ist nicht mit jedem Fahrzeug möglich und bedeutet zusätzliche Ladezyklen für die Autobatterie - deren Alterungseffekt nach heutigem Kenntnisstand aber klein ist, weil die Zyklen flach bleiben.

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